13. September: Buchpräsentation Topsy Küppers

Mein Ungustl – ein widerlicher Gast!

“Der Ungustl ist ein unappetitlicher widerlicher Typ.” Als Topsy Küppers erfährt, dass sie einen Tumor im Darm hat, tauft sie ihn auf den Namen Ungustl. In ihrem Tatsachenbericht schildert sie, wie sie ihre Krankheit verschweigt, mit all den körperlichen Begleiterscheinungen ihren Alltag meistert und ein tiefes Vertrauen entwickelt, dass das Leben mehr ist als die sichtbare Realität. Als auch noch ihr geliebter Mann plötzlich stirbt, wird ihr Lebensfundament komplett infrage gestellt. Dennoch verliert sie in all der Schwere nie ihren Humor und den Zugang zu der Weisheit tief in ihrem Inneren. Sie hat gelernt, dass die kleinen Dinge im Leben bedeutsam sind und dass es trotz allem wunderschön ist, wirklich im Augenblick zu sein.

Programm:
17:00 Uhr, Parlament
Begrüßung durch NAbg. Elisabeth HAKEL
Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik,
Kunst- & Kultur-Sprecherin der SPÖ

17:15 Uhr
Gespräch und Vorlesungen aus dem Buch, sowie Publikumseinbindung

Moderation:
Mag.a Renata SCHMIDTKUNZ, ORF

Im Anschluss:
Get-together in der Säulenhalle
20:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

ANMELDUNG:
Bitte direkt an: sarah.barisic@parlament.gv.at
Der Vorweis der Einladungskarte gilt in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis als Zutrittsberechtigung für das Parlamentsgebäude.

Prof. Topsy Küppers, geboren 1931 in Aachen, ist Schauspielerin, eigenständige Produzentin, Regisseurin und Autorin. Von 1976 bis 2001 leitete sie die »Freie Bühne« in Wien. Sie ist seit 1965 Österreicherin, 1992 wurde ihr der Berufstitel Professor verliehen. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. das deutsche Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und das österreichische Bundesverdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft. Topsy Küppers lebt in Wien.

TopsyKüppers

Rückblick: 40 Jahre deutsche Gesellschaft f Kulturpolitik

Brexit, Populismus, Schuldenbremse: Die Herausforderungen der Gegenwart und Lösungsstrategien der Kulturpolitik waren die Themen beim 40-jährigen Jubiläum der Kulturpolitischen Gesellschaft (der Schwester-Gesellschaft der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik) und des Stadtteilzentrums Motte Hamburg-Altona, am ersten Juli-Wochenende. Über 150 ExpertInnen und AkteurInnen aus dem In- und Ausland kamen deshalb nach Hamburg und suchten Antworten auf die drängenden Fragen der Gesellschaft an die Kultur und damit Kulturpolitik.

Welche Rolle spielen Kultur und auch Kunst künftig im Europäischen Einigungsprozess, wie auch für die Demokratie in der Einwanderungsgesellschaft? Wie wird kulturelle Teilhabe für größere Teile der Gesellschaft möglich? Wo steht die Kulturpolitik jetzt – und wo will sie hin? Wie kann sie auch selbst attraktiver werden und dem Bedeutungsverlust vor allem in Städten und Gemeinden begegnen? Und wie könnten zukünftige Verantwortungsgemeinschaften auch unter Einbeziehung der Wirtschaft aussehen?

Zu diesen und weiteren Fragen gab es am 2. Juli 2016 ein vielfältiges kulturpolitisches Programm mit Workshops, Open Spaces und weiteren Angeboten in der MOTTE Altona. Das Stadtteilkulturzentrum, dessen Entstehung eng mit der Kulturpolitischen Gesellschaft verbunden ist, wurde ebenfalls vor 40 Jahren gegründet.

Die Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik war mit einer kleinen Delegation, bestehend aus der Vizepräsidentin der ÖKUPO BM aD Hilde HAWLICEK und Präsidentin NAbg. Elisabeth Hakel, sowie den Mitarbeiterinnen Julia Redl & Sarah Barisic bei den Feierlichkeiten vertreten.

Unsere Präsidentin, NAbg. Elisabeth HAKEL, hat auch als Teilnehmerin auf einem Podium zum Thema: “Kulturförderung zwischen Wunschkonzert & Kostenbilanz – was ist die Rolle der Wirtschaft?” teilgenommen.

Wer auch auf Facebook vertreten ist, kann die Diskussion unter folgendem Link nachschauen:

Video-Mitschnitt

Lampedusa im Winter – Filmvorführung, 8. Juni

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“Wir dürfen uns nicht an die Bilder von toten Menschen gewöhnen!”
Am 8. Juni haben wir, Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik & SPÖ im Parlament, den Dokumentar-Film “Lampedusa im Winter” von Jakob Brossmann im Österreichisches Parlament gezeigt.
Ein beeindruckender Film, der auch gezeigt hat, wie die knapp 5000 EinwohnerInnen der kleinen Insel mit der Migration umgehen (Hilfe, Rettung aus dem Meer, Machtlosigkeit, Erinnerungen bewahren, Geschichten erzählen, …), aber natürlich auch ganz andere, wirtschaftliche Prboleme (Fähre brennt ab) haben, die gelöst (Streik der Fischer) werden müssen.
Jakob Brossmann gelingt mit diesem Film ein beeindruckendes Zeit-Dokument über ein leider nach wie vor sehr akktuelles Thema: Flüchtlinge und die nicht sicheren Routen über das Meer. Wie sie aus den Booten gerettet werden, wie sie auf der Insel empfangen werden, wer ihnen hilft, Privatpersonen und Politik und wie sie von Lampedusa wieder weg gebracht werden, oft erst nach vielen Monaten …
Ein Dank gilt auch an SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz, die mit mir gemeinsam Gastgeberin war und im Anschluss auch das Gespräch mit Jakob Brosssmann und Erich Fenninger von der Volkshilfe Österreich geführt hat.
Lampedusa im Winter – Lampedusa d’inverno hat auch den Österreichischen Filmpreis 2016 für den besten Dokumentarfilm erhalten.

Lampedusa

17. Mai, Parlament: Romeo & Julia – freestyle

Großes Theater am 17. Mai  im Parlament :) Flüchtlinge geben “Romeo & Julia – freestyle”.

Auf Einladung der Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik und der SPÖ im Parlament haben wir zu einem wunderschönen Theater Abend eingeladen.

Die wunderbare Hilde Dalik hat inszeniert und viele junge SchauspielerInnen haben eine neue Interpretation des Shakespeare-Klassikers im Abgeordneten-Sprechzimmer des Parlaments gezeigt.

Entstanden ist das Projekt schon vor gut zwei Jahren für den Verein “chong”: Schauspielerin Hilde Dalik hat mit den Jugendlichen das Stück neu erarbeitet und im Herbst 2014 im Dschungel Wien erstmals aufgeführt. “Ich war neugierig und wollte wissen, was in Österreich los ist. Andererseits wollte ich mich engagieren”, erläuterte Dalik am Dienstag. Begonnen habe alles mit ihrer Tätigkeit im Laura Gatner Haus in Niederösterreich im Bereich Theaterpädagogik. Und nun stand ihr Ensemble im Parlament auf einer (wenngleich provisorischen) Bühne. “Es ist eine große Freude, hier zu spielen, aber auch eine Herausforderung, weil es eben kein Theater ist.”

Die 14-köpfige Truppe, die auch mit einem doppelten Romeo und einer dreifachen Julia aufwarten konnte, ließ sich von den äußeren Gegebenheiten aber nicht beirren: In rund eineinhalb Stunden wurde die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Welt dargeboten, verfeinert mit aktuellen Bezügen und sehr persönlichen Einsprengseln. So waren immer wieder Geschichten aus dem Leben der Jugendlichen zu hören, wurden eigene Ansichten zu Shakespeares Worten gefunden und gab es gerade musikalisch einen kunterbunten Mix aus afghanischen Volkswaisen und zeitgemäßem Pop, was auch tänzerisch eine Umsetzung fand.

Die Kombination aus dem Klassiker, den man nicht erklären muss, und der Umsetzung mit Flüchtlingen haben uns angesprochen. Daher wollten wir die Aufführung auch im Parlament haben. So kann Integration funktionieren!

Fotos: © Claudio Farkasch/lichtschalter.tv

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2. März: Because it’s 2015!

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Ein Rückblick auf die Veranstaltung am 2. März 2016 im Parlament.

Filmemacherinnen fordern Quote bei Fördermittelvergabe

Die von der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik gemeinsam mit dem SPÖ-Parlamentsklub veranstaltete Diskussion lotete Notwendigkeit und Konsequenzen einer verpflichtenden Quote aus
Nur 22 Prozent der Fördermittel gehen laut FC Gloria an Frauen

Nicht nur in Hollywood, wo Jennifer Lawrence ihre geringere Gage im Vergleich zu männlichen Kollegen anklagte, wird Geschlechtergerechtigkeit in der Filmbranche aktuell heiß diskutiert. Weil in Österreich nur 22 Prozent der jährlich 55 Mio. Euro an Fördergeldern an Filmemacherinnen vergeben würden, forderten diese am 2. März bei einer Diskussion im Parlament eine Geschlechterquote.

Dass die sehr gut (und größtenteils von Frauen) besuchte Veranstaltung im SPÖ-Klubsitzungssaal ausgerichtet wurde, haben die Grünen im Vorfeld noch als “Alibi-Aktion” bezeichnet. Immerhin hatte die SPÖ gemeinsam mit der ÖVP beim gestrigen Kulturausschuss einen von den Grünen eingebrachten Antrag zur Evaluierung der Frauenförderung im Film vertagt. Nicht etwa, weil man nicht für die Sache brenne, so SPÖ-Kultursprecherin & Präsidentin der ÖKUPO Elisabeth Hakel eingangs. “Sondern weil ich der Meinung bin, dass wir schon einen konkreten Vorschlag machen sollten – und zwar bis Juni.” Sie selbst sei “keine Freundin von Quoten”, “aber es wird sie so lange brauchen, bis es keine logische Selbstverständlichkeit gibt”.

Und die fehlt laut Erhebung des “FC Gloria Frauen Vernetzung Film” noch immer. Ausgehend von Zahlen der beiden höchstdotierten Institutionen, dem Österreichischen Filminstitut (ÖFI) und dem Filmfonds Wien (FFW), rechnete das Frauennetzwerk für die vergangenen fünf Jahre hoch, dass mehr als drei Viertel der Fördergelder an Männer und nur rund 22 Prozent an Regisseurinnen, Produzentinnen und Drehbuchautorinnen gehen. Wobei das weniger an der Zustimmungsquote denn an der geringeren Anzahl an Einreichungen von Projekten mit Frauenbeteiligung liege. Im Fernsehbereich sei das Missverhältnis noch krasser – hier geht der FC Gloria von einem Frauenanteil von nur zwölf Prozent aus. “40 Prozent der an der Filmakademie Wien ausgebildeten Filmschaffenden sind Frauen”, so Regisseurin und Produzentin Katharina Mückstein (“Talea”), “wieso kommt nur die Hälfte von ihnen in der Filmförderung an?”

Den Grund für die Benachteiligung vermutet FFW-Geschäftsführerin Gerlinde Seitner in der Struktur der heimischen Branche: Die Produktionsseite sei männlich dominiert und Frauen hätten es vor allem bei Debütfilmen schwerer, Vertrauen zu generieren. Bei Stoffentwicklung und kleineren Förderbudgets, wo Anträge auch ohne Produktionsfirma möglich sind, sei der Frauenanteil wesentlich höher. Barbara Rohm von der deutschen Vereinigung “Pro-QuoteRegie” geht von einem “geschlossenen System” aus, in dem Entscheidungsträger den immer selben Personen und Konzepten den Vorzug geben. Frauen falle es schwerer als Männern, Netzwerke aufzubauen. Eine Quote, wie sie etwa in Schweden verankert wurde, sei “ein richtiges Mittel, um den verzerrten Wettbewerb zu korrigieren”. Denn: “Je diverser die Seite der MacherInnen, desto mehr Perspektiven sehen wir im Film.”

Eine Quote von 40 bis maximal 60 Prozent für ein Geschlecht wünscht sich Mückstein stellvertretend für FC Gloria bei der Vergabe von Fördermitteln. Um zu vermeiden, dass die Qualität der ausgewählten Projekte darunter leidet, sei eine Vorlaufzeit von ein bis zwei Jahren angedacht. Das schaffe wirtschaftliche Anreize für Produktionsunternehmen, die sich dann Projekte mit weiblicher Beteiligung “ein bisschen genauer anschauen”. Zustimmung dahin gehend, dass es eine Schieflage gibt, erhielt sie zwar von ihren männlichen Kollegen, Alexander Glehr und Helmut Grasser, am Podium. Mehr Regularien aber lehnen beide ab. Und: Im aktuellen System, “wo in Kommissionen Mitbewerber über Zusagen entscheiden” sei eine Quote schlicht “untragbar”, so Grasser.

Der “Kampf der Geschlechter”, den Mückstein dezidiert vermeiden wolle, ließ sich an diesem Abend jedenfalls nicht vollends vermeiden. Nicht zuletzt wegen angriffiger Aussagen von Moderatorin Eva Spreitzhofer wurden sowohl Grasser als auch Glehr rasch in einen Rechtfertigungsmodus gedrängt. Und auch im Publikum, in dem sich neben Filmemacherinnen wie Gabriele Kranzelbinder und Marie Kreutzer auch männliche Kollegen wie Produzent Franz Novotny, Regisseur Umut Dag und Schauspieler Serge Falck fanden, gingen die Wogen untereinander teilweise hoch.

Dabei zeigten sich nach zweieinhalb Stunden mehr Gemeinsamkeiten denn Unterschiede – und ist das letzte Wort bezüglich möglicher Strategien und Methoden bestimmt noch nicht gesprochen. Kommenden Mittwoch (9. März) – ein Tag nach dem Internationalen Frauentag – widmet die Diagonale in Graz das neu ausgerufene “Austria Film Meeting” dem Thema Gleichberechtigung und Diversität in der Filmbranche.

*Justin Trudeau, der kanadische Premierminister hat sein Kabinett zur Hälfte mit Männern und Frauen besetzt. Auf die Frage einer Interviewerin, warum er das tue, sagte er: “Because it’s 2015!”

 

29. Februar, Montagsalon: Gerald Matt spricht mit Wolf D. Prix

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Am Montagabend den 29. Februar, luden die Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik und der Wirtschaftspartner Wien Holding Medien, zum zweiten „Montagsalon“ in die Wiener Secession ein – “und schlossen somit an die 200 jährige Tradition der weltbekannten großen Wiener Salons an”, wie es Abg. Elisabeth Hakel und Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik gestern Abend erklärte. “Wir wollen als Gesellschaft für Kulturpolitik eine Plattform der Begegnung für Künstlerinnen und Künstler mit KulturpolitikerInnen, Kulturwissenschaft, öffentlicher Verwaltung, Publikum und allen in Österreich an Kunst und Kultur Interessierten sein. Der Montagsalon ist genau der richtige Ort dafür.”

Kulturkurator Gerald Matt plauderte mit Wolf D. Prix, einem der international erfolgreichsten österreichischen Architekten und Mitbegründer von Coop Himmelb(l)au.

Gerald Matt über seinen Gesprächspartner: „Wolf D. Prix ist nicht nur ein herausragender Ausnahmearchitekt, er ist auch ein streitbarer Geist und interessanter Gesprächspartner, der im Zusammenhang mit Architektur auch immer wieder engagiert Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Fragen nimmt.”

Ein besonderer Dank gilt auch den Präsidenten der Secession, Herwig Kempinger, für seine Gastfreundschaft.

Wer das Gespräch nachsehen will, hat folgende Möglichkeiten:

Der hochkarätig besetzte Montagsalon wird als Sendungsformat von W24 in Zusammenarbeit mit R9 Österreich, dem österreichweiten Satellitenkanal, produziert und ausgestrahlt.

Ausstrahlungszeiten „Montagsalon“ auf W24: Mo., 07.03.,19:30 Uhr und 22:00 Uhr auf W24 im Kabelnetz von UPC und online auf W24.at

 

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Eine Kooperation der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik, dem Wirtschaftspartner Wien Holding Medien und dem Medienpartner Wiener Zeitung.

Weitere Fotos auch hier!

Foto-Rückblick:

22. FEBRUAR, BUCHPRÄSENTATION VON OLAF SCHWENCKE

Anlässlich des 80. Geburtstages des Gründungspräsidenten der Kulturpolitische Gesellschaft Deutschland, Olaf Schwencke, lädt die Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik am 22. Februar, 17:00 Uhr, im Parlament, zur Buchpräsentation seines aktuellen Buches
„Europa. Kultur. Politik – Die kulturelle Dimension im Unionsprozess“ ein.

Es diskutieren mit Olaf Schwencke:

Hilde HAWLICEK, Österreichische Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Sport a.D. & MdEP a.D.
Christa PRETS, MdEP a.D. & Burgenländische Kulturlandesrätin a.D.

Begrüßung & Moderation:

Abg. Elisabeth HAKEL, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik

Das war die Wintertagung 2015

„Kulturpolitik im Neoliberalismus“ war das Thema eines zweitägigen Symposiums, veranstaltet von der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik, der Kulturpolitischen Gesellschaft Deutschland und dem SPÖ-Parlamentsklub.

Es war eine wunderschöne zweitägige Tagung, bei der über viele spannende Themen diskutiert und inhaltsvolle Impulsreferate gehalten wurden, umrahmt von interessanten Film-Ausschnitten, guter österreichischer Musik der Band “VIECH” , gutem Essen von Neni und Musik von DJane Colette, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis in die späte Nacht tanzen ließ.

Wir haben alles umfangreich dokumentiert und wollen auch denjenigen, die nicht dabei sein konnten, dadurch den Zugang zu all diesen interessanten Informationen ermöglichen und all jenen, die dabei waren so die Möglichkeit geben noch einmal daran teilzuhaben.

Durch die Verwendung von Persicope war es auch möglich Menschen direkt live an der Veranstaltung teilnehmen zu lassen. Die dadurch entstandenen Videos sind aber nach wie vor auf YouTube zu finden und können so noch einmal in Ruhe nachgesachaut werden. Unser Hashtag war und ist: #ÖKUPO2015 und auf Facebook findet ihr ebenfalls alle Informationen.

Das war der erste Tag:
3. Dezember 2015, Theater Nestroyhof Hamakom

Neoliberalismus.Ökonomisierung.Digitalisierung –
Kulturpolitik im 21. Jahrhundert

Der Trend zur umfassenden Ökonomisierung erfasst auch den Kulturbereich. Prekarisierung in weiten Teilen der Kulturbranche und die Frage nach Umwegrentabilitäten sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Hinzu kommen im besten Fall gleichbleibende staatliche Budgets, ein steigendes Akzeptanzproblem bei der Kulturförderung und eine Tendenz zur Uniformierung und Einschränkung der künstlerischen Vielfalt. Wie kann eine progressive Kulturpolitik im Neoliberalismus aussehen? Welche Strategien gibt es, um in der Kulturpolitik der umfassenden Ökonomisierung entgegen zu wirken? Welche konkreten Herausforderungen entstehen durch die Digitalisierung? Welche Chancen, aber auch Gefahren gibt es durch die digitale Revolution und welche Rahmenbedingungen braucht es von Seiten der Politik?

Die Tagung wurde nach der offiziellen Begrüßung durch die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik, Elisabeth Hakel, mit einem Kurzfilm des Performencekünstlers Otmar Wagner eröffnet:

“Was ist Geld”

Impulsreferate:

Oliver SCHEYTT
Präsident der Deutschen Kulturpolitischen Gesellschaft, Gründer und Inhaber von Kulturexperten Dr. Scheytt GmbH

Hier der Video-Mitschnitt auf Persicope von seiner Rede!

Abg. z NR Elisabeth HAKEL
SPÖ Kunst- und Kultursprecherin, Präsidentin der Österr. Gesellschaft für Kulturpolitik

Hier der Video-Mitschnitt auf Periscope von ihrer Rede!

Und hier die Rede in gedrucker Form: Impulsreferat_031215
OTS-Aussendung dazu!

Podiumsdiskussion inkl. Publikumsbeteiligung:

Moderation:
Michael Wimmer (EDUCULT)

· Oliver SCHEYTT
· Elisabeth HAKEL
· Konrad BECKER, World-Information Institute
· Eva SCHLEGEL, Künstlerin
· Otmar WAGNER, Performancekünstler, Utopieforscher

Auf dem YouTube Channel von Elisabeth Hakel findet man die gesamte Diskussion als Periscope-Videos aufgezeichnet. Das ist der Link!

Wer kennt ihn nicht? Den Dokumentarfilmer Werner Boote :)

Der Filmemacher Werner Boote hat bereits mit “Plastic Planet” (2009), der zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Dokumentarfilmen des deutschsprachigen Raums zählt, zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten und gewann die Goldene Romy in der Kategorie „Bester Kinodokumentarfilm”.

Sein Dokumentarfilm “Population Boom” (2013) hinterfragt das festgefahrene Weltbild der Überbevölkerung und wurde mit dem Green Me Award als bester “grüner” Dokumentarfilm in Berlin ausgezeichnet.

Zur Wintertagung ist er aber gekommen, nicht nur um seinen neuen Film “Alles unter Kontrolle” anzukündigen und uns ein paar Film-Ausschnitte zu zeigen, sondern auch deswegen, weil das Thema des Films genau zu unserem Thema gepasst hat.

Hier das Interview mit Werner Boote, geführt von Elisabeth Hakel.

Der Film “Alles unter Kontrolle” ist ab 25. Dezember 2015 in den österreichischen Kinos zu sehen.

Danach lud die Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik zum jährlichen Künstlerinnen- und Künstler-Fest, wo nicht nur die österreichische Band “VIECH” aufgetreten ist, sondern auch DJane Colette die Gäste bis in die Nacht unterhalten hat.

Hier ein paar Erinnerungsfotos vom ersten Tag:

Das war der zweite Tag:
4. Dezember 2015, Parlament, Abgeordnetensprechzimmer

Kultur.Migration.Integration –
Braucht es eine Repolitisierung der Kulturpolitik?

Durch aktuelle politische Entwicklungen wie Flüchtlingsbewegungen, eine Polarisierung der Gesellschaft und das Infragestellen von grundlegenden europäischen Werten durch rechtsgerichtete Parteien und islamistische Terroristen müssen auch neue Fragen an die Kulturpolitik formuliert werden. Kulturpolitik, die sich als Gesellschaftspolitik versteht, muss integrativ wirken und eine Willkommenskultur unterstützen, die diese Bezeichnung verdient. Kultur fördert und ermöglicht soziales Miteinander, gesellschaftliche Kommunikation, die Artikulation von Bedürfnissen und Wünschen, die Reflexion von Erfahrungen sowie das Denken und Leben in neuen Zusammenhängen. Kulturpolitik und Integrationspolitik mit dem Ziel einer inklusiven Gesellschaft wurden zu lange als getrennte Bereiche gedacht.Welche Herausforderungen ergeben sich im Zuge dieser Entwicklungen für den Kulturbereich? Welche Neuverortungen im Kulturbetrieb sind nötig? Geht es doch letztendlich darum, vermeintlich „alte“ Fragen nach Partizipation und Teilhabe unter den aktuellen Bedingungen neu zu formulieren.

Impulsreferate:

Andrea CUSUMANO, Kulturstadtrat von Palermo

Hier das Periscope-Video seiner Rede!

Und hier ein Kurier-Artikel vom 6. Dezember 2015 über die Rede von Andrea Cusumano.

Julya RABINOWICH, Autorin

Hier das Periscope-Video ihrer Rede!

Podiumsdiskussion inkl. Publikumsbeteiligung:

Moderation:
Simon KRAVAGNA (Herausgeber, dasbiber)

· Andrea CUSUMANO
· Julya RABINOWICH
· Shams ASADI, Menschenrechtsbeauftragte der Stadt Wien
· Aslı Kışlal, Präsidentin Theater und Kulturverein „DAS KUNST“
· Monika MOKRE, Österreichische Akademie der Wissenschaften

Leider gab es ein technisches Problem und daher wurde die Diskussion zwar live auf Periscope für Interessierte ausgestrahlt. Leider jedoch nicht gespeichert. Es tut uns sehr leid.

Hier ein paar Erinnerungsfotos vom zweiten Tag:

Rückblick: “Shake Shakespeare”

Im November zeigte das Wiener Vorstadttheater eine Preview von “Shake Shakespeare”. Es handelt sich dabei um eine Collage von Margaretha Neufeld, die sich aus den verschiedenen Komödien von William Shakespeare – wie etwa “Was ihr wollt” oder “Viel Lärm um nichts” – zusammensetzt und aktueller denn je ist: “Das Stück greift den Kampf gegen die Todesstrafe auf, verhandelt den Amtsmissbrauch regierender Autoritäten und widmet sich dem Flüchtlingsthema”, erklärte gestern Abend Regiesseur Manfred Michalke. Die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik, Elisabeth Hakel, begrüßte die Gäste und durfte nebem dem Regisseur auch Ilkim Erdost, die Direktorin der VHS Ottokring begrüßen, die dem Ensemble die Proberäumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Ein netter Theaterabend in ungewöhnlichem Ambiente :) schön war’s!

Hier die Fotos:

SHAKEspeare – 18. November

EINE COLLAGE VON MARGARETHA NEUFELD

In der Preview von „Shake Shakespeare“ am 18. November 2015, 17:00 Uhr, im Parlament werden drei von insgesamt fünf Auszügen berühmter Werke von William Shakespeare durch das Wiener Vorstadttheater gezeigt. Die Highlights bei der Preview sind Auszüge aus „Was ihr wollt“, „Maß für Maß“ und „Viel Lärm um Nichts“.

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Alle Schauspielerinnen und Schauspieler haben Migrationshintergrund und die Auswahl der Stücke und Szenen weisen, mehr denn je, auf die aktuelle politische Lage in Österreich und Europa hin.

Vom Schiffsunglück und dem Kampf gegen die Todesstrafe, sowie gegen den Amtsmissbrauch regierender Autoritäten bis hin zum Schicksal von Kämpfern aus Kriegs- und Krisengebieten schildern diese Komödien der Weltliteratur in kräftigen Farben und bewahren bis heute ihre Aktualität.

Das Ziel: das Entstehen sozialer Verknüpfungen und gesellschaftspolitische Anerkennung.Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch künstlerische Leistung sieht das Wiener Vorstadttheater als seine Verpflichtung: Kunst von Betroffenenfür Betroffene!

Viele Darstellerinnen und Darsteller sind bereits seit 2004 in mehreren Produktionen des Wiener Vorstadttheater engagiert. Seit 2011 haben sie eine ständige Heimstätte in der VHS-Ottakring gefunden.

Unter dem Motto „Bildung durch Kunst“ wirken bereits auch die Kinder älterer Ensemblemitglieder bei der Theaterarbeit des Wiener Vorstadttheaters mit.

Die Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik holt diese Theater-Aufführung jetzt ins Parlament.

DER EINTRITT IST FREI. Anmeldungen unbedingt erforderlich! Bitte an: julia.redl@parlament.gv.at

Das ist eine Ko-Produktion von: